
Die richtige Einstellung der 120-W/cm-Galvanometall-UV-Lampe
Wir haben 15 Jahre damit verbracht, an dieser Lampe zu arbeiten. Warum? Weil wir es satt hatten, einfach nur ein weiterer „gewöhnlicher Lieferant“ zu sein. Wir wollten etwas schaffen, das man direkt aus der Verpackung nehmen und ohne weitere Probleme in ein Hochleistungs-System einbauen kann.
Für viele Hochgeschwindigkeits-Trocknungsanlagen ist 120 W/cm die optimale Leistung. Doch dieses Ziel zu erreichen ist nicht so einfach – es geht dabei nicht nur darum, genügend Leistung bereitzustellen.
Die Schwierigkeiten in der Physik
Stellen Sie sich 120 Watt pro Zentimeter als die Energie vor, die auf das Substrat jedes Jahrzehnt eingewirkt wird. Um diese Energie konstant bereitzustellen, müssen wir sehr genau darauf achten, wo die Elektroden platziert werden und wie sich der Quecksilberdampf verhält.
Wenn die Anordnung der Elektroden auch nur um einen Millimeter fehlt, entstehen Hotspots. Diese Hotspots sind ein Albtraum – sie führen zu ungleichmäßiger Trocknung. Im schlimmsten Fall kann das Produkt sogar beschädigt werden. Es handelt sich dabei um eine winzige Fehlertoleranz – doch gerade diese entscheidet über einen perfekten Ergebnis oder ein kaputtes Produkt.
Quarz, Quecksilber – und das Gleichgewicht finden
Wir verwenden hochreinen geschmolzenen Quarz, denn dieser Material kann hohe Temperaturen aushalten. Er muss schnelles Heizen und Abkühlen überstehen, ohne zu zerbrechen.
Dann gibt es noch das Quecksilber. Auch hier gilt es ein Gleichgewicht zu finden. Zu viel Quecksilber führt zu hohem internem Druck – dadurch wird die Lebensdauer der Lampe verkürzt. Zu wenig Quecksilber wiederum verringert die UV-Leistung. Wir haben Jahre damit verbracht, den idealen Wert zu finden, damit die Lampe auch unter voller Belastung weiterhin funktioniert.
Realitätscheck: Hitze und Kompromisse
Diese Lampen funktionieren zwar mit fast jedem Standard-UV-System, aber sie sind keine Wunderwaffe. Die Leistung von 120 W/cm erzeugt neben UV-Strahlung auch viel Infrarotwärme. Wenn der Transportband zu langsam läuft oder die Lüfter nicht genug Luft zirkulieren lassen, kann diese Wärme die dünnen Folien oder PET-Substrate beschädigen. Man muss also sicherstellen, dass die Geschwindigkeit des Transportsbandes der thermischen Leistung entspricht – sonst entstehen Probleme.
Und seien wir ehrlich: Diese Lampen halten nicht ewig. Das liegt an der Natur der Quecksilbersysteme – die Elektroden verschleißen mit der Zeit. Doch durch eine genauere Kontrolle der Dicke der Quarzwand sowie durch eine bessere Reinheit des Gases haben wir es geschafft, Stabilität und Lebensdauer auf einem Niveau zu erreichen, das mit dem Besten auf dem Markt konkurrenzfähig ist.