
Auf dem Boden ist bei der Bearbeitung von Automobilkomponenten keine Nachsicht mit langsamen Prozessen oder ungleichmäßiger Aushärtung möglich. Trägerelemente, Verzierungen sowie strukturelle Kunststoffe, die in Pulverbeschichtung liefern, benötigen eine gleichmäßige Härte – ohne dass dünnere Bereiche überhitzt werden.
Wenn man nur Infrarotstrahlung verwendet, entstehen Hotspots. Wenn man nur UV-Strahlung nutzt, entstehen Bereiche, die nicht ausreichend ausgehärtet werden. Die praktische Lösung ist ein kombinierter Ansatz: Zuerst wird mit Infrarotstrahlung Energie zugeführt, anschließend werden UV-Lampen verwendet, um die Oberfläche zu verkleben.
Was wirklich wichtig ist, ist die spektrale Kontrolle. Unsere Quecksilberdampflampen liefern eine konstante Leistung bei 365 nm oder 385 nm. Die maximale Strahlungsintensität beträgt 12 W/cm², wodurch eine Energiedichte von 800–1200 mJ/cm² am Substrat erreicht wird. In Kombination mit hochreflektierenden Dichroikspiegeln sowie ozonfreien Quarzkapseln wird eine gleichmäßige Strahlung auch bei Geschwindigkeiten von bis zu 15 m/min gewährleistet.
Das NIR-Modul verwendet mittelwellenlange Quarzemitter, die auf die Absorption in Pulver- und Holzbeschichtungen abgestimmt sind. Dadurch wird die Oberfläche schnell und gleichmäßig erhitzt, ohne dass sie verbrennt.
Die Vorteile sind messbar: Die Vorkühlung mit NIR reduziert die benötigte UV-Leistung. Dadurch sinkt der Lampenstrom, die Lebensdauer der Lampen verlängert sich und der Energieverbrauch wird reduziert. Die Bearbeitungszeit verringert sich um 20–35 % im Vergleich zur Verwendung nur konventioneller Methoden. Zudem gibt es weniger Defekte aufgrund ungleichmäßiger Glanzgrad oder Haftprobleme. Wir haben Geräte gesehen, die mehr als 5.000 Stunden lang arbeiten konnten, ohne dass es zu einem Rückgang der Leistung von mehr als 5 % kam. Das hybride System sorgt außerdem für eine gleichmäßige Dimensionstabilität bei dünnen Metall- und Kunststoffteilen.
Wenn man dieses System einsetzt, muss die Steuerung entsprechend angepasst werden. Verwenden Sie eine Schaltschrankstromversorgung mit Arc-Monitoring und Sicherheitsfunktionen. Überprüfen Sie außerdem die spektrale Ausgabe mit einem Radiometer am Substrat. Stellen Sie sicher, dass die NIR-Zone vor dem UV-Reflektor geschützt ist – andernfalls kommt es zu spektralen Störungen und Überhitzung.
Rechnen Sie mit einer 24-Stunden-Testphase, um die Stabilität der Lampenleistung zu überprüfen. Bevor Sie die Strahlungsintensität und die Bearbeitungsdauer festlegen, prüfen Sie unbedingt die Temperaturgrenzen des Substrats.